Die Bürgerinitiative „S-Bahn-Tunnel Haidhausen“, vertreten durch die beiden Vorsitzenden Ingeborg Michelfeit und Walter Heldmann, übergaben dem Ministerpräsidenten Seehofer am 12. Oktober im Bayerischen Landtag eine Petition gegen die 2. S-Bahnstammstrecke.
Nach einer vierstündigen Wartezeit sprachen die Vorsitzenden den Ministerpräsidenten auf dem Flur an, weil eine Übergabe im Plenarsaal nicht möglich war. Horst Seehofer zeigte sich laut Walter Heldmann interessiert und versprach, der “Sache nachzugehen”. Nun wartet die Bürgerinitiative mit Spannung auf das Jahresende und die im Stadtrat ultimativ geforderte Entscheidung, ob das Projekt eingestellt oder weitergebaut wird. Danach geht es eventuell wieder los, ansonsten stehen im nächsten Jahr die Verhandlungen der Einsprüche vor Gericht an.
Die Petition ist das Ergebnis einer Flugblattaktion, die im Juli im Aussenbereich der S-Bahn durchgeführt wurde. Die Petitionen kommen aus 108 Umlandgemeinden an der S-Bahn und sie machen nach Meinung der Initiatoren deutlich: “Das Umland verlangt mehr Pünktlichkeit und den 10-Minuten-Takt, aber keinen Tunnel.”
Die Interessengemeinschaft der Gewerbtreibenden Haidhausens (IGH) hatte bereits im Vorfeld mit Demonstrationen und Protestaktionen ihren Unmut kund getan. Sie fürchten, dass durch die jahrelang bestehende Großbaustelle der Wirtschaftsstandort Haidhausen sowie die Lebensqualität im höchsten Maße beeinträchtigt wird.
In einem 60-Sekunden-Interview mit klimaherbst.de sprach der Vorsitzende und Initiativensprecher Walter Heldmann bereits im April diesen Jahres über die Gründe, warum der Bau der 2. Stammstrecke verhindert werden müsse:



















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