Willkommen zum Münchner Klimaherbst 2012

„Ernährung – Zukunft auf dem Tisch“

Was hat das Essen mit dem Klima zu tun? Etwa ein Fünftel aller Treibhausgase in Deutschland wird durch unsere Essgewohnheiten verursacht. Damit liegt die Ernährung auf nahezu gleichem Niveau wie die Klimabelastungen, die vom Wohnen oder dem privaten Autoverkehr ausgehen. Einer der Hauptgründe für die schlechte Klimabilanz des Essens ist der übersteigerte Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten.

Der Überfluss bei uns erzeugt aber auch Hunger und Raubbau an Natur- und Agrarflächen auf der anderen Seite des Globus: Während eine Milliarde Menschen weltweit hungern, sind ebenso viele übergewichtig. Die subventionierten Agrarexporte der Industrieländer zerstören die lokale Landwirtschaft in Asien, Afrika und Lateinamerika. Der von den Industrienationen hervorgerufene Klimawandel tut sein übriges, um die Ernährungslage in den Ländern des Südens zu verschärfen.

Eigentlich ist genug für alle da: Allein das Getreide, das an Tiere verfüttert wird, könnte die halbe Menschheit ernähren. Rechnet man die unnötig weggeworfenen Lebensmittel hinzu, würden noch deutlich mehr Menschen satt. – Wir haben kein Mengen-, sondern ein Gerechtigkeits- und Verteilungsproblem. Essen ist ein Politikum!

Der Münchner Klimaherbst 2012 beschäftigt sich in seinen über 40 Veranstaltungen mit der Qualität und der Herkunft unserer wichtigsten Lebensmittel: von Wasser, Bier und Brot über Obst und Gemüse bis zu Fisch und Fleisch. Die Spekulation auf den Börsen mit Nahrungsmitteln wird ebenso thematisiert wie neue Formen der ökologischen und regionalen Versorgung mit Lebensmitteln in einer Großstadt wie München. Vorträge und Diskussionsrunden, aber auch Exkursionen, Filmvorführungen, Kunstausstellungen und Kabarettvorführungen bieten für Jung und Alt höchst unterschiedliche Zugänge zum Zukunftsthema Ernährung.

Wohl bekomm´s!